Sachstand zu Hilfsangeboten für Waldbrandregionen in Schweden

Lensahn, den 25.07.2018

(Kiel) Die Waldbrände in Schweden haben enorme Ausmaße angenommen, die auch bei schleswig-holsteinischen Feuerwehrangehörigen Bestürzung und Anteilnahme aus-gelöst haben. Den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein erreichten in den letzten Tagen vermehrte Hilfsangebote von Feuerwehrangehörigen, die ihre Einsatz-kraft in Schweden zur Verfügung stellen wollen. Dennoch: Ein Einsatz schleswig-holsteinischer Kräfte ist derzeit unwahrscheinlich.

In der vergangenen Woche hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Kata-strophenhilfe (BBK) aufgrund eines Hilfeleistungsersuchens aus Schweden die Län-der nach geeigneten Kapazitäten abgefragt – damit auch Schleswig-Holstein. Die Rückmeldung aus den Kreisen signalisierte dem Ministerium für Inneres, Integration und ländliche Räume (MILI) eine hohe innere Bereitschaft zum Einsatz in Schweden.

„Wir mussten aber feststellen, dass die in unserem Lande verfügbaren Einsatzmittel wie erwartet nicht den Anforderungen der schwedischen Einsatzlage entsprechen. Schleswig-Holstein ist eines der waldärmsten Länder der Bundesrepublik. Daher ver-fügen wir – anders als z.B. Niedersachsen – nicht über entsprechend große wasser-führende und geländegängige Fahrzeuge und der nötigen Logistik, um in den aus-gedehnten Waldgebieten Schwedens effektiv, autark und über einen längeren Zeit-raum helfen zu können“, stellte Landesbrandmeister Frank Homrich fest.

Nach Auskunft des Gemeinsamen Führungs- und Lagezentrums des Bundes (GMLZ) sind derzeit auch alle Anforderungen der Schweden erfüllt. Das Innenminis-terium bleibt dennoch in ständigem Kontakt mit dem GMLZ und stimmt sich bei Be-darf mit dem Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein ab. Sollte es dann den-noch zu einer Kräfteentsendung kommen, wird diese ausschließlich zentral über das Ministerium gesteuert. Daher bittet der Landesfeuerwehrverband auch dringend von eigenmächtigen Hilfsaktionen abzusehen.

Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass aufgrund der anhalten Tro-ckenheit auch in Schleswig-Holstein derzeit ein erhöhtes Brandaufkommen zu ver-zeichnen ist und wohl auch noch anhält. „Durch die zeitgleiche Urlaubszeit muss auf die personelle Einsatzfähigkeit unserer Wehren derzeit ganz besonders geachtet werden“, sagt Landesbrandmeister Frank Homrich.


(LFV SH)