Entschädigung fürs Ehrenamt - Rund 3.000 Feuerwehrleute profitieren

Lensahn, den 19.04.2018

(Kiel) Wer ehrenamtlich eine Feuerwehr leitet, bekommt ab sofort mehr Geld und kann mit einer Nachzahlung rechnen. Rund 3.000 Feuerwehrleute bekommen rückwirkend zum Jahresanfang mehr Geld.

Sie halten die 1.350 Freiwilligen Feuerwehren im Land zusammen – ehrenamtlich, nach Feierabend, oft mehrere Abende in der Woche: Die Wehrführer. Für ihre verantwortungsvolle Aufgabe bekommen sie eine Entschädigung. Bei einer Kommune mit bis zu 40.000 Einwohnern betrug diese bislang maximal 430 Euro. Nun gibt es für sie mehr Geld: Rückwirkend zum ersten Januar erhält der Wehrführer einer vergleichbaren Gemeinde 473 Euro. Es ist die erste Anhebung der Sätze seit 2012.


Mehr Geld auch für Stellvertreter

Auch die stellvertretenden Wehrführer profitieren von der neuen Regelung. Bislang erhielten sie eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent des Wehrführers – dieser Satz wird nun auf 75 Prozent angehoben. "Die Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit bei uns im Land", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote. Es sei nur gerecht, den hohen Einsatz der Wehrführer angemessen zu honorieren.


Ortswehrführungen werden gleichbehandelt

Die neue Landesverordnung regelt auch die Entschädigung der Ortswehrführer. Sie bekamen bisher nur ein Drittel der Entschädigung, die Gemeindewehrführer erhielten. Auch ihnen steht ab nun die volle Summe zu. Für Grote ein konsequenter und folgerichtiger Schritt, denn in vielen Kommunen – etwa auf Sylt – hätten Ortswehrführer eine genauso große Verantwortung und Belastung wie viele Gemeindewehrführer.

(Pressemitteilung MILI SH/ 29.03.2018)